Unterstützende Informationen für mobilitätseingeschränkte Fluggäste

Alexis Holmes

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Abenteuer Flugreise: Mit eingeschränkter Mobilität unbeschwert abheben

Fluggesellschaften und Reiseveranstalter sind verpflichtet, Fluggäste mit Behinderungen oder Mobilitätseinschränkungen mitfliegen zu lassen. Diese Verordnung gilt für das Starten und Landen auf allen EU-Flughäfen und für Beförderungen, die einen Transfer auf einem EU-Flughafen einplanen. Aufgepasst, Ausnahmen sind in bestimmten Fällen nicht ausgeschlossen. Das trifft hundertprozentig zu, falls geltende Sicherheitsbestimmungen es verlangen oder wenn gravierende technische Hindernisse vorliegen. Beispielsweise angenommen, der Rollstuhl des Fluggastes ist zu groß für die Flugkabine oder die Türen im Flugzeug sind zu schmal für den Rollstuhl. Gleichermaßen ist es bei extremem Übergewicht in gewissen Situationen physisch unmöglich, den Fluggast an Bord zu befördern.
Damit Ihre Fluggesellschaft genügend Zeit hat, Ihre Betreuung gründlich vorzubereiten, bitte melden Sie sich am besten frühzeitig bei Ihrer Airline an. Kontaktieren Sie diese bis spätestens 48 Stunden vor Abflug. Des Weiteren achten Sie bitte am Abflugtag auf pünktliches Erscheinen an den gekennzeichneten Kontaktpunkten am Flughafen. Auf diese Art und Weise treten Sie den ersten Tag Ihrer Reise entspannt an.
Ihrer Meinung nach war die Betreuung während Ihrer Flugreise bei allem gebührenden Respekt nicht ausreichend? Unter diesen Umständen wenden Sie sich zuerst an Ihre Fluggesellschaft oder den Flughafen, um sich über diesen Mangel zu beschweren. Erreichen Sie an jener Stelle keine befriedigende Übereinkunft, lassen Sie sich das auf keinen Fall gefallen. Zögern Sie keine Sekunde und ergreifen folgende Maßnahme: Legen Sie Ihre Beschwerde beim Luftfahrtbundesamt vor.

In welchen Situationen kommt der Betreuungsdienst zum Einsatz?

Verreisen bedeutet Flexibilität, ein eindrucksvolles Ereignis und das angenehme Gefühl des Freiseins. Für Passagiere mit einem Handicap ist eine längere Flugreise oftmals eine große sowie anstrengende Aufgabe. Flughäfen haben das wirkliche Anliegen, Ihnen Ihre wohlverdiente Reise in höchstem Maße angenehm zu gestalten. Der Flughafen München geht in dieser Hinsicht mit positivem Beispiel voran. Er erhielt im Jahr 2016 das Logo „Bayern barrierefrei – wir sind dabei“. Weiterhin besitzt er als einer von drei Flughäfen in Deutschland seit 2017 das Zertifikat „Reisen für Alle“. Folglich unterstützen die Flughäfen Ihre Fluggäste mit Handicap tatkräftig in Form eines Betreuungsdienstes. Dieser Service ist für mobilitätseingeschränkte

Fluggäste kostenlos. Hierzu gehören folgende Personen:

● Ältere Menschen
● Menschen mit Erkrankungen (Epilepsie, Herz-Kreislauf etc.)
● Menschen mit physischen/psychischen Behinderungen
● Hör-und sehbehinderte Menschen
● Menschen mit geistigen Behinderungen
● Passagiere mit vorübergehenden Behinderungen wie Verletzungen oder einem Gipsbein

Außerdem beachten Sie bitte Folgendes: Selbst wenn Sie erfreulicherweise im Alltag ohne fremde Hilfe mobil sind, sind an Flughäfen jedes Mal lange Wegstrecken zu Fuß zu bewältigen. Sind Sie in dieser Beweglichkeit eingeschränkt, schrecken Sie in keiner Weise zurück und teilen es Ihrem Reiseveranstalter oder Ihrem Reisebüro optimalerweise beim Buchen mit. Alternativ treten Sie mit Ihrer Fluglinie in Kontakt. Geben Sie korrekt an, in welchem Umfang Sie Hilfe brauchen und inwiefern Ihre Bewegungsfreiheit beeinträchtigt ist. Haben Sie für sich den kostenfreien Betreuungsdienst arrangiert, beginnen Sie den Abflugtag sorglos mit dem Erlebnis barrierefreies Reisen.

Welche Assistenz erhalte ich vom Betreuungsdienst?

Die Service-Dienste des Flughafen-Betreuungsdienstes beinhalten dementsprechend:

● Begleiten bei An- und Abflug sowie während des Transits
● Beschaffen von ärztlicher Unterstützung
● Bei Sicherheits-, Zoll- und Grenzkontrollen behilflich sein
● Zu öffentlichen Verkehrsmitteln mitgehen

Wohin am Flughafen gehe ich am Tag des Abflugs?

Jeder Flughafen hat unterschiedliche Treffpunkte. In der Regel sind das Check-in Schalter oder die sogenannten Rufsäulen des Betreuungsservices. Sie verfügen ehrfahrungsgemäß über Ruftasten. Über diese Ruftaste kommen Sie mühelos mit dem Betreuungsdienst ins Gespräch. Wahlweise suchen Sie einen der Informationsschalter im Terminal auf. Sicherheitshalber erkundigen Sie sich rechtzeitig bei Ihrer Airline, wo konkret Sie am Abflugtag einchecken. Einen Nachweis über Ihre Mobilitätseinschränkung brauchen Sie nicht vorlegen.

Inwiefern erhalte ich Hilfeleistung von den Fluggesellschaften?

Alle Fluglinien sind hinsichtlich von anschließenden Sachen verantwortlich, Ihnen das Befördern kostenlos anzubieten. Das gilt für das Mitnehmen von Rollstühlen sowie von Blindenhunden. Für diese Assistenzhunde ist der Aufenthalt bei Ihnen in der Flugkabine ohne Transportbox gestattet. Mobilitätshilfen wie elektrische Rollstühle melden Sie bitte bis 48 Stunden vor Abflug bei Ihrer Airline an. An Bord des Flugzeuges bemüht sich das fliegende Personal kontinuierlich darum, Ihnen einen Sitzplatz uneingeschränkt nach Ihren Bedürfnissen anzubieten.